Rising Eagle

Prey ist ein Ego-Shooter, der den War Games Genre mit den Nuancen eines Abenteuerspiels verschmelzen lässt. Der Held Domasi Tawodi, auch Tommy genannt, ist ein Cherokee, der in einem Indianer – Reservat in Oklahoma lebt. Als Mechaniker, der einst in der United States Army diente, will er einfach nur gemeinsam mit seiner Freundin in Ruhe gelassen werden. Allerdings finden sind die beiden schließlich an Bord eines außerirdischen Raumschiffs wieder, das den Namen „Sphere“ trägt.

Die „Sphere“ ist ein organisches Raumschiff, und ein Großteil des Spiels besteht aus der Bekämpfung der verschiedenen Bewohner, die sich ebenfalls an Bord befinden. Ähnlich wie beim etwas später erschienen Spiel Portal, kann der Spieler erkunden und durch unbewegliche Zugangsportale schießen. Doch anders als in diesem Spiel kann man in Prey keine neuen Portale erstellen. Es wurden zwar Mods für dieses Feature entwickelt, aber dies sollte nicht Sinn und Zweck des Spiels sein. Weit innovativer ist die Integration der Philosophie der Cherokee Indianer ins Spiel.

Tommy ist in der Lage seinen Geist von seinem Körper zu trennen, dies ermöglicht es ihm, sich in seine Feinde zu versetzen und sie dann anzugreifen. Dies ist auch hilfreich um einige Problem, die im Spiel auftauchen, zu lösen und die Dinge so zu sehen, wie es ein normal Sterblicher nicht tun könnte. Dieses Konzept ist ein herausragender Aspekt dieses Spiels.

Dieser frische Wind war leider aufgrund der Tatsache, dass die Entwicklung des Spiels fast ein Jahrzehnt gedauert hat, auch nötig. Die ersten Versionen wurden im Jahr 1995 angekündigt und unterschieden sich signifikant vom heutigen modernen Spiel. Unter anderem war der Name des Charakters angeblich Talon Brave. Das Grafik-Design war bei weitem nicht so sauber.

Dennoch ist das fertige Produkt einzigartig, so dass auch die Hardcore-Fans von "War Games" zufriedengestellt sein sollten.